Gestern abend ging es nach der Arbeit schnell nach Berlin rein, um mich am Alex mit Datti und Peter zwecks Konzertbesuches im Maschinenhaus (Kesselhaus?) der Kulturbrauerei zu treffen. Es spielten
Schelmish, die Peter und ich vor eineinhalb Jahren schonmal in Göttingen gesehen hatten. Wir hatten keine Karten vorbestellt oder im Vorverkauf organisiert, das war aber wirklich kein Problem, man kann nicht sagen, daß das Haus voll gewesen wäre; genaugenommen waren wir auch unter den ersten zehn, die da waren.

Es hätte eigentlich um neun losgehen sollen, aber das kennt man ja mit diesen Zeiten. Angefangen haben sie dann so gegen halb zehn und bis dahin waren dann auch (glücklicherweise) ein paar mehr Leute da. Insgesamt waren es aber wohl nicht sehr viel mehr, als damals in Göttingen im Exil. Und das bei der (lockerst) dreifachen Größe der Maschinenhalle. Somit hatte ich auch kein zu schlechtes Gewissen, in der dritten Reihe zu stehen.
Musikalisch wurde eine Mischung aus älteren Sachen und Stücken aus dem neuen Album geboten. Nachdem nun auch E-Gitarren und ein E-Bass mit am Start sind, klingen die neueren Sachen irgendwie nach Rammstein mit Mittelaltereinschlag. Solide, spaßig, aber mich nicht überzeugend. Die älteren Sachen hingegen konnten begeistern ('Pantoletta' gefällt mir richtig gut) und in live macht das ganze dann richtig Spaß. Dazu tragen nicht zuletzt die Einleitungen zu den Liedern bei, für die sich die Schelme immer ein wenig abwechseln. Und natürlich wurden wieder kräftig Scherze auf Luzis Kosten gemacht.
Sieht man von der groben organisatorischen Panne ab, daß die Gaderobe nicht besetzt war und man daher irgendwo im Saal einen Platz finden mußte, um seine Sachen abzulegen, war es eine sehr gelungene Art und Weise den Abend zu verbringen. Immer wieder gerne. Wenn jetzt nur noch die S-Bahnen länger verkehren würden, dann hätte ich anschließend auch noch in eine Bar mitkommen können, aber so mußte ich mich dann halbwegs sputen, noch nach Babelsberg zurückzukommen.